Vom Ankommen im Mainstream und dessen unangenehmen Antworten – zur aktuellen Gender-Debatte

Esther Hutfless

Es gibt immer wieder Kommentare, Artikel und Beiträge zum Thema Geschlecht bzw. Geschlechtertheorien, die, so scheint es, Gender Studies, Queer Theory und Feministische Theorie nicht als komplexe und weit verzweigte wissenschaftliche Diskurse und Disziplinen wahrnehmen und darum meinen, ausgehend vom Hörensagen, von unreflektierten Vorab-Urteilen oder bewussten Fehlinterpretationen argumentieren zu können.
Wie soll man da antworten? Soll man überhaupt? Weiterlesen

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Psychoanalyse und Queer Theory. Ein Versuch der Annäherung.

Esther Hutfless

Theoretisch sind sich Psychoanalyse und Queer Theory (1) vielleicht gar nicht so fern. Beide erforschen Fragen der Identifizierung, der Subjektwerdung, der Annahme eines Geschlechts, der Vielgestaltigkeit von Sexualität und Begehren. „Whereas queer theory approaches these ideas via sustained intellectual, political and practical engagement and psychoanalysis privileges the transferential relation between patient and analyst, the goal of delimiting a heterogenous horizon that queers subjectivity, social relations, power and knowledge in order to challenge normative knowledges, practices, beliefs, identities and the production of new social links is shared.“ (2)
Zudem waren und sind viele Strömungen der Queer Theory, der Geschlechterforschung und der feministischen Theorie von der Affirmation wie auch von der kritischen Reflexion von psychoanalytischen Ansätzen wesentlich geprägt. Weiterlesen